„Vielen Dank an die Firma X-Architekten für diese Möglichkeit!“ – Praxissemester in Linz, Österreich

Angaben zum Auslandspraktikum

  • X Architekten ZT GmbH, Linz, Österreich
  • WS 2023/24
  • IAD Innenarchitektur Bachelor
  • Lukas Stigloher, lukas.stigloher@stud.th-rosenheim.de

Vorbereitung

Mein ursprünglicher Plan war nach Wien zu gehen, ich mag Österreich als Land recht gerne, ich wohne sehr nah an der Grenze und habe den Großteil meiner Schullaufbahn dort verbracht. Ich wollte die Chance des Praxissemesters nutzen, um eine neue Stadt und Arbeitsumgebung kennenzulernen, allerdings bin ich kein Sprachenmensch, weshalb ich im deutschsprachigen Raum bleiben wollte.  

Ich suchte auf Google Maps die Büros, checkte Webseite, Social Media Profile, Philosophie usw. und machte mir ein Bild über deren Projekte. Die Vorgehensweise hat sich für mich als die Beste bewährt, ich gestaltete eine Webseite über mich als Person mit Projekten, Lebenslauf und Skills, was ich zusammen mit einer kurzen Einleitung an die Unternehmen sendete.    

Nachdem von den Wiener Büros einige Absagen kamen, habe ich meinen Radius auf andere größere Städte Österreichs ausgeweitet, wo sich nach einiger Zeit die X Architekten zurückmeldeten. Wir vereinbarten ein Online-Bewerbungsgespräch und unterzeichneten kurze Zeit darauf die Verträge.        
Erasmus kam für mich erst im September dazu, nachdem mich das International Office darauf hinwies, dass ich mich noch bewerben kann. Die MitarbeiterInnen des IO waren dabei eine große Hilfe und haben meine Fragen teils innerhalb von Minuten beantwortet.

Unterkunft

Die Suche der Unterkunft sollte sich dank Wohnungsmangel als große Qual herausstellen. Ich schrieb über WG-Gesucht eine Vielzahl an Leute an, die mir aber größtenteils aufgrund der Kürze meines Aufenthalts absagten. Ich endete in einer sehr schlechten und überteuerten Monteurswohnung, die ich um jeden Preis verlassen wollte.

Über eine Arbeitskollegin bekam ich dann eine gute Einzimmerwohnung, sodass ich nach einem Monat in Linz erneut umzog. Diese Wohnung war aber dann ein Highlight, nur zehn Minuten vom Büro weg und dank meiner Kollegin sogar möbliert.

Schade fand ich nur, dass ich so keine Mitbewohner hatte, weshalb ich an den Wochenenden meist in die Heimat fuhr, was dank super Zugverbindung und Klimaticket aber immer eine angenehme Reise war.

Praktikum im Gastunternehmen

Das Praktikum selbst war geprägt von dem, was ich kann: Möbelpläne für ein Weingut und ein Büro einer Produktionsstätte. Ich wurde behandelt wie ein vollwertiger Mitarbeiter, mein eigener Arbeitsplatz hatte sehr gute Ausstattung und ich durfte in Gleitzeit arbeiten.

Das heißt auch, man sollte etwas Erfahrung mitbringen, da ich vor allem beim Weingut meine Aufgaben recht selbstständig löste. Es wird einem Vertrauen geschenkt, teils haben sich KollegInnen sogar an meiner Meinung als Tischler orientiert.

Aufgrund dessen habe ich wenig über Möbelplanung an sich gelernt und mir wurde im Vergleich recht wenig gezeigt, viel mehr bin ich in den realen Praxisalltag eingetaucht, ich lernte über Ausschreibungen, Projektabläufe sowie das Zeichnen in ArchiCad.

Das Büro selbst lebt eine moderne Arbeitswelt mit flexiblen Arbeitszeiten, flachen Hierarchien und einem jungen Team. Die Bürogröße ermöglicht allen MitarbeiterInnen sich persönlich zu kennen, es herrscht großes Vertrauen und es finden gemeinsame Mittagessen und auch Events wie Skifahren statt.

Die Leute selbst sind alle sehr nett, es entstand viel interessanter Smalltalk und man unterstützt sich gegenseitig bei Anliegen.

Alltag und Freizeit

Die Arbeit selbst umfasst große Projekte mit teils namhaften Firmen und Marken, meist durfte ich konkrete Aufgaben vor allem im Bereich der Ausführungsplanung übernehmen. Diese finden meist in internen Gruppen und in Zusammenarbeit mit anderen Büros statt, die aber recht weiche Strukturen und unterschiedliche Größen haben. Negativ aufgefallen ist hier lediglich mein erstes Projekt, was aufgrund der baldigen Fertigstellung keiner Gruppe mehr bedurfte und so die Möglichkeit für meine Fragen erschwerte.

Die Dynamik der letzten beiden Monate mit dem neuen Projektteam und zusätzlich dem Umzug in die neue Büroerweiterung hat mir hingegen sehr gefallen.

Linz selbst ist eine recht unspektakuläre Industriestadt, es gibt nicht viel zu sehen, positiv ist die belebte Innenstadt. An den Wochenenden ging es in Kaffees, zum Eislaufen oder auf den Pöstlingberg, es gibt eine solide Auswahl an Bars und Kulinarik.

Fazit

Man kann also sagen, dass mir die Zeit großen Spaß gemacht hat, ich viele wichtige Erfahrungen aus dem realen Berufsleben in der Branche sammeln konnte und nebenbei dazu in der Lage war, mir neue Skills anzueignen. Der Start mit den vielen neuen Leuten, der recht kurzen Einführung und der großen Individualität der Arbeitsrhythmen kann durchaus fordern, sobald man sich aber daran gewöhnt hat, will man vor allem die Gleitzeit nicht mehr missen.

Vor allem Events wie die Weihnachtsfeier oder der Skitag an meinem letzten Arbeitstag werden mir neben dem guten Kaffee in Erinnerung bleiben 🙂

Vielen Dank an die Firma X-Architekten für diese Möglichkeit!

Download: Lukas Stiglohers Erfahrungsbericht

„Es war eine Erfahrung, die mich sicherlich verändert hat“ – Praxissemester in St. Valentin, Österreich

Angaben zum Auslandspraktikum

  • CNH Industrial, St.Valentin, Österreich
  • WS 2023/24
  • Ing Maschinenbau

Vorbereitung

Eine richtige Bewerbung hat nie stattgefunden. Ich habe eine kurze E-Mail gesendet, in der ich nachgefragt habe, ob die Firma ein Praxissemester anbieten würde und daraufhin gleich zu einem Online-Vorstellungsgespräch eingeladen. Es wurden die grundsätzlichen Rahmenbedingungen geklärt und ich habe eine Stelle bekommen.

Als ich wusste, dass mein Praxissemester im Ausland stattfinden wird, habe ich mich um die Formulare für Erasmus + gekümmert und mich nach einer Wohnung umgesehen, da der Arbeitsplatz zu weit von zuhause entfernt war.

Die Wohnung habe ich über Airbnb gefunden und mir dann auch kurz angesehen, bevor ich sie gebucht habe. Das war sehr praktisch, so eine Wohnung zu haben, da diese vollständig möbliert war und ich so keine Einrichtung gebraucht habe.

Unterkunft

Eine kleine Wohnung von Airbnb in einem alten umgebauten Bauernhof. Es gab eine Küchenzeile mit Spülmaschine und Herd. Relativ klein, aber gemütlich.

Praktikum im Gastunternehmen

Ich war in der Abteilung advanced Concept engineering untergebracht und habe in den ersten 3 Wochen ein paar kleinere Projekte bekommen, um mich mit dem CAD Programm CREO, sowie dem PLM-System Teamcenter und Enovia vertraut zu machen und die Abläufe im Unternehmen kennenzulernen. Anschließend habe ich ein großes Projekt bekommen, an dem ich relativ selbständig arbeiten konnte. Ich sollte einen Kommunalrahmen für ein neues, sich noch in der Entwicklung befindliches Fahrzeug konstruieren. Dazu zählt sowohl der Statische Teil, der aus starken Blechen zu konstruieren ist, als auch die Hydraulikleitungen und die elektrischen Verbindungen. Außerdem musste ich mich um einige Punkte in der homologation ins Fahrzeug kümmern, da z.B. Lichtkegel nicht zu sehr verdeckt werden dürfen und bestimmte Bereiche frei bleiben müssen, da dort Frontzapfwelle und andere Teile noch Platz haben müssen.

Ich konnte viel neues lernen. Vor allem der Umgang mit einem professionellen CAD Programm und dessen Einbindung in andere Systeme. Außerdem habe ich gelernt, selbstständig zu entwickeln, Probleme zu beseitigen und seine Konstruktion an die Rahmengegebenheiten anzupassen. (Ich darf hier keine Fotos anfügen, da das gesamte Fahrzeug noch nicht vorgestellt wurde)

Alltag und Freizeit

Ich hatte nicht sehr viel Kontakt außerhalb des Unternehmens, da ich meist am Wochenende zuhause war.

Da ich im Winter in St. Valentin war, war ich beim Skifahren im Skigebiet Hinterstoder (ca. 1 Stunde mit dem Auto entfernt).

Außerdem sehenswert ist die Kirche in Haag, die auf einem Berg gelegen ist und von einer Art Burgmauer umgeben zu einer wunderschönen Aussicht lädt (nur 5 Minuten mit dem Auto). Außerdem ist der Stift Melk sehr sehenswert, was auch nur eine Autobahnausfahrt entfernt liegt. Ein wunderschönes Barockes Kloster, welches eines der größten in ganz Europa ist. St. Valentin an sich ist eine kleine Stadt, in der man sich leider nicht sehr viel ansehen kann. Die Stadt ist zwar recht schön, aber ansonsten gibt es nicht viel zu sehen.

Fazit

Ich habe sehr viele gute Erfahrungen, sowohl mit den Kollegen, als auch mit der Arbeit an sich gemacht. Ich konnte viel lernen und alle meine Kollegen meinten, dass sie mich auch in Zukunft wieder einstellen würden. Es war eine Erfahrung, die mich sicherlich verändert hat.

„Ich habe mein Spanisch und Englisch verbessert und konnte in einem sehr guten spanischen Büro arbeiten“ – Praxissemester in Madrid, Spanien

Angaben zum Auslandspraktikum

  • OOIIO Arquitectura, Spanien, Madrid
  • WS 23/24
  • IAD, Innenarchitektur

Vorbereitung

Planung habe ich in der Semesterpause im Februar begonnen. Zuerst eine Mappe erstellt und dann Büros im Internet gesucht. Nach und nach immer mehr Büros beworben in ganz Europa da nur wenige Rückmeldungen kamen. Am Ende waren es rund 40 Büros.

Unterkunft

In Madrid gibt es mehrere Häuser, in denen nur Erasmus Studenten wohnen. In so einem Haus habe ich einen Platz in einer 8er WG bekommen. Am Anfang sehr gut, um erste Kontakte zu knüpfen. Wenn man allerdings arbeitet und nicht wie die meisten hier am Studieren ist, dann kann es manchmal anstrengend werden aufgrund der vielen Partys.

Praktikum im Gastunternehmen

Architekturbüro also viel Autcoad zeichnen, Photoshop, Indesign und Sketchup.

Allerdings habe ich am meisten Zeit verbracht Modelle zu bauen. Da ich das aber gerne mache, war es ok für mich. Dadurch habe ich aber leider nicht so viele neue Sachen gelernt wie andere Praktikanten bei uns im Büro.

Alltag und Freizeit

Es waren alle sehr hilfsbereit uns Praktikanten Tipps zu geben, was man hier in Madrid und generell in Spanien machen sollte. Viele spezielle Mahlzeiten und Sehenswürdigkeiten habe ich dadurch kennengelernt. In der Freizeit haben wir aber keine Zeit zusammen verbracht.

Fazit

Ich bin sehr froh die Erfahrung hier gemacht zu haben. Ich habe mein Spanisch und Englisch verbessert und konnte in einem sehr guten spanischen Büro arbeiten. Durch die eher einseitige Arbeit für uns Praktikanten konnte sich jeder nur in einer Sache verbessern, was bei mir der Modellbau war.

Hinweis: Das Praktikumsunternehmen Lorca Studio – Architecture & Interior Design in Madrid, Spanien, hat Interesse bekundet, weitere Innenarchitektur-Studierende der TH Rosenheim als PraktikantInnen einzustellen.

„Eine Zeit mit vielen schönen Erlebnissen und wertvollen Erkenntnissen für meine Zukunft“ – Praxissemester in Bruneck, Italien

Angaben zum Auslandspraktikum

  • Hoi-Architektur, Bruneck, Italien
  • WS 2023/2024
  • IAD, Innenarchitektur

Vorbereitung

Da ich gerne während meines Studiums einen Auslandsaufenthalt einlegen wollte,
konnte ich dies gut mit dem Praxissemester verbinden.

Mich interessierte vor allem die
Arbeitsweise in anderen Ländern und der Einfluss von deren Designtrends auf die
Architektur. Italien mit seiner Lebensart und -weise erschien mir dafür als gutes Ziel.
Aufgrund meiner fehlenden Italienischkenntnisse habe ich mich für den deutschsprachigen Raum in Italien, Südtirol, entschieden.

Mithilfe von Google Maps und den Homepage-Seiten der Architekturbüros habe ich das passende Büro in der Region für mich gefunden. Nach der Bewerbung wurde ich zu einem persönlichen Kennenlernen eingeladen und habe dies mit einem kurzen Roadtrip nach Südtirol verbunden.

Unterkunft

Meine Unterkunft habe ich nach langer, schwieriger Suche über einen Facebook-Aufruf
gefunden. Die 3-Zimmer-Erdgeschosswohnung teilte ich mir mit einer älteren Frau, mit der ich mich bis zum Ende des Praktikums super verstanden habe.


Die Wohnung lag am Rande der
Stadt Bruneck und damit sehr zentral. Somit konnte ich das meiste zu Fuß oder mit dem Rad innerhalb von 5-10 Minuten erreichen.

Praktikum im Gastunternehmen

Mein Praktikum absolvierte ich bei Hoi-Architektur, ein noch recht junges kleines Büro in
der Altstadt Brunecks. Ich wurde sofort sehr herzlich aufgenommen und als feste
Mitarbeiterin in die Projekte eingeführt.


Die Arbeit gestaltete sich sehr abwechslungsreich und spannend. Von Recherche- und Entwurfsarbeit über Modellbau, Baustellenbesuche und Kundenkontakt, konnte ich überall einen kleinen Einblick bekommen.
Highlights des Praktikums waren außerdem Ausflüge wie der Besuch der Design-Awards-Verleihungen in Ljubljana, sowie ein Architekten-Wochenende mit Skifahren im Gebiet Rosengarten.

Alltag und Freizeit

Großstadtleben sucht man hier vergeblich. Die nächstgrößere Stadt ist Bozen oder
Innsbruck mit je ca. 1-1,5h Fahrtzeit. Trotz allem hat die Region so viel zu bieten,
sodass es nie langweilig wurde.
Da ich den Herbst/Winter in Südtirol verbrachte, zählte natürlich das Skifahren und
Rodeln zu den Top Aktivitäten. Mit dem Kronplatz, direkt vor der Haustür (5 Minuten
Autofahrt), war das natürlich ein Must Do. Aber auch kulturell hat Südtirol einiges zu
bieten. Schöne kleine Städte/ Dörfer mit Charme, einige interessante Museen, Burgen,
atemberaubende Landschaften, ….

Fazit

Das Pflichtpraktikum im Ausland zu machen kann ich nur jedem weiterempfehlen.
Ich habe hier in Südtirol nur gute Erfahrungen sammeln können, Land und Leute kennengelernt und viel für mein späteres Berufsleben mitnehmen können.

Eine Zeit mit vielen schönen Erlebnissen und wertvollen Erkenntnissen für meine Zukunft.

„Eine sehr vielfältige und wunderschöne Insel mit fast ganzjährig mildem Klima“ – Praxissemester in Ragusa, Sizilien

Angaben zum Auslandspraktikum

  • Studio GUM, Ragusa, Italien
  • WS 2023/24
  • Fakultät IAD, Studiengang Innenarchitektur
  • Bianca Kunz (Instagram > @bianca_znuk), kunz.bianca@gmx.net

Vorbereitung

Bei meiner Suche nach einem Büro für das Praxissemester habe ich mich zunächst auf
meine unmittelbare Umgebung, d.h. den Raum Rosenheim beschränkt. Dabei waren der Stil und eine kleine Mitarbeiterzahl entscheidende Kriterien für meine Auswahl. Da die Ergebnisse allerdings nicht sehr vielversprechend waren, habe ich die Internetrecherche auf ganz Deutschland, Österreich und Italien ausgeweitet.

Die einzige Zusage kam letztendlich nach einiger Zeit und einem Online-Meeting von Studio GUM in Ragusa auf Sizilien. Das Büro hatte ich zufällig durch den Praktikumsbericht einer Vorgängerin auf
dem International Blog der Hochschule gefunden. Nach der Zusage wuchs die Vorfreude immer mehr, mein Praxissemester dort verbringen zu können. Einerseits wegen den ansprechenden Informationen im Bericht von Paulina Keinath, und andererseits wegen Land und Sprache.

In einem weiteren Schritt habe ich mich über die Finanzierungsmöglichkeiten informiert. Dabei habe ich unter anderem durch Kommilitonen von dem Erasmus-Förderprogramm erfahren, den Kontakt zu den Verantwortlichen im International Office aufgenommen und mit dem Bewerbungsprozess begonnen.

Unterkunft

Während meinem Aufenthalt in Ragusa hatte ich zwei verschiedene Unterkünfte, die mir beide über Bekannte von meiner Chefin vermittelt wurden.

Beide waren höchstens zehn Minuten vom Büro entfernt, und in direkter Nähe zum Stadtzentrum, zu Restaurants und zu Einkaufsmöglichkeiten gelegen. In der ersten habe ich circa einen Monat gewohnt. Es war eine kleine Ein-Zimmer-Wohnung, jedoch von der Größe und Ausstattung völlig ausreichend.

Danach bin ich in eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit Balkon umgezogen, die zuvor noch von Urlaubern genutzt wurde. In beiden Unterkünften habe ich mich sehr wohlgefühlt. Zudem waren die Mieten für deutsche Verhältnisse relativ niedrig.

Das qualitativ wichtigste an dem Aufenthalt in den beiden Wohnungen war jedoch, dass ich mich mit den Eigentümern sehr gut verstanden habe und echte Freundschaften entstanden sind. Wir haben viel zusammen unternommen. Dazu zählen zum Beispiel gemeinsames Kochen, Essen und Ausflüge.

Praktikum im Gastunternehmen

Im familiären Umfeld des Unternehmens habe ich mich sehr gut integriert und
wohlgefühlt. Nur im Winter war es aufgrund der allgemein schlechten Isolation der
Gebäude relativ kalt im Büro. Abgesehen davon haben mir meine Kollegen sehr
interessante und abwechslungsreiche Aufgaben gegeben. Dazu gehörte zum Beispiel das Aufmaß auf Baustellen, das Zeichnen von Plänen in CAD, das Erstellen von Collagen und Darstellungen in Photoshop und das Entwerfen von Grafiken oder Möbelstücken.

Zudem konnte ich oft mein Tablet oder Stift und Blatt zum Erstellen von Skizzen nutzen.
Insgesamt habe ich viel über die Komplexität des Berufsfeldes der Innenarchitektur gelernt, konnte meine Team- und Anpassungsfähigkeit und mein Arbeitstempo verbessern.

Alltag und Freizeit

Neben der gemeinsamen Arbeit im Büro haben wir immer zusammen gekocht und
Mittag gegessen. Zudem haben wir auch außerhalb der Arbeitszeiten etwas zusammen
unternommen. Zum Beispiel waren wir gemeinsam Abendessen, im Kino, oder haben
den Abend mit einem Glas Wein ausklingen lassen. Selbiges gilt für die Eigentümer und
deren Freunde, die mich alle sehr herzlich aufgenommen haben. Letztendlich habe ich
mich nie alleine gefühlt, da sich alle um einen gekümmert haben, falls man etwas
gebraucht hat.

Trotzdem habe ich auch gelernt, vieles alleine zu unternehmen. Ich habe zum Beispiel umliegende Städte besichtigt, bin spazieren oder wandern gegangen, habe Sonnenauf- und untergänge angeschaut, habe eine Radtour an der Küste gemacht und immer sehr gut gegessen.

Fazit

Insgesamt ist Sizilien eine sehr vielfältige und wunderschöne Insel mit fast ganzjährig mildem Klima. Nur leider wird diese Schönheit fast überall durch ein weitreichendes
Müllproblem zerstört. Was die Arbeit im Büro betrifft, habe ich dadurch viele neue
Funktionen in den Programmen, andere Arbeitsweisen und Darstellungsmethoden
kennengelernt. Das für mich wertvollste ist jedoch, dass ich viel über mich selbst
gelernt habe, jetzt offener gegenüber Fremden bin und mehr Selbstvertrauen habe. Außerdem konnte man in dem halben Jahr gut drei Jahre Corona nachholen.

Zudem hat mir das Praxissemester die Möglichkeit geboten, meine Italienischkenntnisse zu verbessern. Diese werde ich bestimmt auch in Zukunft bei weiteren Besuchen in Ragusa und bei all den dazugewonnenen Freunden gebrauchen können.

Download: Erfahrungsbericht von Bianca Kunz

„Mein Praktikum in Göteborg war auf jeden Fall eine Wahnsinns Erfahrung und ich würde es jedem empfehlen!“ – Praktikum in Göteborg, Schweden

Angaben zum Auslandspraktikum

  • University of Gothenburg, Göteborg, Schweden
  • WiSe 23/24, 18.09.2023 – 01.12.2023
  • Fakultät für Sozialwisenschaft; Angewandte Psychologie

Vorbereitung

  • Recherche über Forschungseinrichtungen im skandinavischen Raum und im Anschluss Bewerbung an den verschiedensten Einrichtungen insbesondere an Universitäten sowie Forschungsinstituten in Norwegen, Dänemark und Schweden.
  • Positive Rückmeldung von der University of Gothenburg und daraufhin Buchung der Flüge und Suche nach einer WG in Göteborg sowie Bewerbung um Erasmus über die TH Rosenheim.

Unterkunft

Nach langer Suche fand ich ein 9 Quadratmeter großes Zimmer in einem Haus eine halbe Stunde vom Stadtkern entfernt. Mit mir zusammen lebten dort fünf weitere Mitbewohner, die in Göteborg studierten oder arbeiteten.

Leider ließ das WG-Leben zu wünschen übrig und auch das Zimmer an sich. Die Heizung funktionierte über einen Monat nicht und es wurde leider niemand geschickt, obwohl ich mehrmals anrief und Mails schrieb. Auch sonst ist meine Unterkunft nicht zu empfehlen.

Praktikum im Gastunternehmen

Ich war während meines Aufenthalts an mehreren Projekten beteiligt. Zunächst unterstützte ich ein Forschungsprojekt, das vom Federal Bureau of Investigation (FBI) finanziert wurde, zur Wirksamkeit unterschiedlicher Interviewtechniken. Ich war eine Versuchsleiterin, was bedeutet, dass ich Interviews mit Teilnehmern über Zoom durchführte, die Interviews überwachte und den Ablauf der Interviews erklärte. Im Rahmen desselben Projekts codierte ich eine Reihe von Interviews, was bedeutet, dass ich die Interviewaufnahmen in Zahlen umwandelte und sie für spätere statistische Analysen vorbereitete.

Zusätzlich war ich an einem Projekt zur Erinnerung an wiederholte Ereignisse beteiligt, bei dem ich eine Referenzliste mit allen bereits existierenden Artikeln und Studien zu diesem Thema erstellte. In diesem Projekt machte ich mich mit verschiedenen Techniken für Literaturrecherche und -analyse vertraut.

Auch führte ich Übersetzungsarbeiten (Deutsch ins Englische) im Zusammenhang mit der sogenannten Scharff-Technik durch.

Schließlich nahm ich auch an mehreren Besprechungen teil, darunter regelmäßige Labortreffen, die Einblicke in verschiedene Bereiche der Rechtspsychologie boten.

Alltag und Freizeit

Ich war im regen Austausch mit verschiedenen Professoren und PhD Studenten, welche auch in vielen Projekten meine Supervisor waren und welche mir auch bei Fragen immer zur Seite standen und mich auch bei eigenen Ideen unterstützt haben.

Außerhalb meiner Arbeit war es zunächst schwierig Kontakte zu finden, erst nach ein paar Wochen habe ich dann richtig Anschluss gefunden und letztendlich auch Freundschaften geschlossen.

In Göteborg sollte man auf jeden Fall auf den Inseln vor Göteborg gewesen sein, diese sind leicht erreichbar mit den Fähren und bieten einen schönen Ort, um dem Trubel der Stadt zu entfliehen. Auch die Orte und Landschaften um Göteborg herum sind sehenswert und auch mit dem Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen.

Auch die Stadt Göteborg hat kulturell enorm viel zu bieten, vor allem Theater und Musicals kann ich nur empfehlen und in jedem noch so kleinen Stadtbezirk gibt es ein „Kulturhuset“, welches hauptsächlich eine Bibliothek ist, aber auch viele Lesungen oder Kreativ-Workshops anbietet.

Langweilig wird es einem in Göteborg auf jeden Fall nicht und auch nach meinen drei Monaten dort, gab es immer noch Orte, die ich noch nicht gesehen hatte und noch auf meiner Liste standen.

Auch kann man sehr einfach mit dem Flixbus nach Stockholm, Oslo und Kopenhagen fahren, drei wunderschöne Städte!

Fazit

Mein Praktikum in Göteborg war auf jeden Fall eine Wahnsinns Erfahrung und ich würde es jedem empfehlen!

„Sustainability in International Business“ – Blended Intensive Programme (BIP) in Maribor, Slovenia

Programme Details

  • University of Maribor, Slovenia
  • “Sustainability in International Business” (Blended Intensive Programme / Summer School)
  • Summer semester 2024
  • Faculty of Economics and Business, International Management
  • Sidhant Gupta , sidhant.gupta@stud.th-rosenheim.de

Preparation

The planning and organization by the Univeristy of Maribor was well done. The application process was fairly simple where we had to apply on the website and send them a motivation letter and our resume.

We were provided with information about the programme, accomodation well in advance. The programme was very nicely organised with lectures starting and ending on time and even the field trip to Lake Bled was nicely planned. We were provided with student discount coupons using which we could all have a full meal at restaurants at a very cheap price.

Accommodation

We were accomodated in the student dorm for a week , each room at 2 bedrooms so it was a shared space and the price was 100 euros.

Personally, I did not face any problems with the accomodation but my colleagues reported they had problems with the toilet or the door lock. I was satisfied by my experience with the accomodation.

Study at the Host University

Our programme was about implementing sustainable practices in the business world and we had professors as well as guest lecturers from different companies coming to the class to tell us how they implement sustainability in the business. The lectures from 9 am till 4 pm were hectic but we were provided snacks and refreshment in the morning and for lunch we all went to a restaurant using our student discount coupons and we didn’t pay anything. For the leisure activities we had a guided tour of Maribor, volleyball and cinema night.

Everyday Life and Leisure

It was raining most of the time so we utilised the sunny days exploring the city together going on walks around the lake and the museum.

After the walks, one of us always booked a reservation and we had dinner together using our student coupons. Since Maribor was a small city, we covered all of it in 2-3 days.

On my extra day, I travelled to the capital city, Ljubljana, and had a tour of the castles and the dragon bridge. Since Maribor was a small city, we didn’t have a party place so we had a mini-party at the student dorm to celebrate completing the Summer School.

Conclusion

I would definitely recommend this programme to other students. The opportunity to learn an important topic like sustainability, meeting people from all around the globe and having food and accommodation at a very economical price was fun for me.

I would also like to thank our programme coordinator Romana Korez who was dedicated to giving us a fullfilling experience and listened to any grievances we had and also tolerated us when we were too overwhelming at times.

Download Sidhant Gupta’s report

“Sustainable Self: Biohacking for Life-Work Synergy” – Blended Intensive Programme (BIP) in Mlada Boleslav, Czech Republic

Programme Details

My Name is Lilli Lechner (lilli.lechner@stud.th-rosenheim.de), I am studying Management and Engineering (Faculty Wirtschaftsingenieurwesen) in my hometown Rosenheim. Shortly before the start of my 4th semester, I took part in the BIP “Sustainable Self: Biohacking for Life-Work Synergy” at Skoda Auto University in Mladá Boleslav, Czech Republic. It lasted for one week from the 9th till the 13th of September with two additional online sessions.

Preparation

I saw the program on the TH Rosenheim website and decided to apply. I only had to fill out one Application Form and got selected to join the program. I had to apply for Erasmus+ at the International Office in Rosenheim and pay a 70 € fee for the program to SAU (Skoda Auto University).

Accommodation

The International Coordinator of SAU asked me if I want to stay in the dorms, so I had accommodation by only writing one e-mail. It cost 18 € per night and it was an apartment for 4 but only me and one other girl were staying there.

Study at the Host University

The program started on a Monday at 8:45 am. The first day was mostly lectures and a visit to the Skoda office, where the Skoda Health Department presented us with the challenge that we had to do for this program. Afterwards we had a lovely welcome dinner. In the following days we formed groups of six and worked on the challenge.

The professors held short lectures from time to time and assigned us exercises that would help us with our teamwork. On the last day we held our final presentation in front of two Skoda employees and the professors.

After the lectures we had lots of social activities. For example, a tour through a local brewery, bowling and the Skoda Museum. I made lots of friends, especially with my Israeli roommate. It was amazing to spend time with so many different people from different countries and study courses.

Everyday Life and Leisure

Mladá Boleslav, or as I like to call it: Skoda town, is dominated by, you guessed it, Skoda. Half of the area of the city is claimed by the Skoda Factory and office buildings. ¾ of the working population work for Skoda. There is not much to see except for nice cafés and restaurants.

But food is all we cared about after these long days at the university, so we didn’t mind.

Conclusion

The program was much better than I expected! The community we, the participants, formed after just one week was amazing. I had so much fun just talking with my new friends and working together on one project. And, this weird industrial city has conquered my heart. I definitely recommend doing a short program and I definitely want to do more of these during my studies in Rosenheim.

Download Lilli Lechner’s report

„Energy: Towards a Sustainable Energy System“ – Blended Intensive Programme (BIP) in Valladolid, Spain

Programme Details

  • Universidad de Valladolid, Spain
  • BIP Energy: Towards a Sustainable Energy System. Challenges and Opportunities. (Summer School)
  • June-July (summer semester 2024)
  • Faculty of Engineering Sciences, Master’s Degree Programme in Engineering Sciences at TH Rosenheim
  • Mihir Raj Rathore, rathore.mihirraj@gmail.com

Preparation

I applied for the BIP on Energy at the University of Valladolid, focusing on sustainable energy systems. The application process involved submitting an online application directly through the International Office at TH Rosenheim. After getting accepted for this Summer School Program, I submitted an Application, Learning Agreement, and Green travel allowance form.

I received confirmation from the University of Valladolid and further information on the program including course structure, topics covered, the schedule, accommodation options, and contact information for program coordinators.

Accommodation

During the program, I stayed at the Book Factory Hostel in Valladolid which is only at a walking distance of 10 minutes from the University.

The accommodation was comfortable, affordable, and conveniently located near the university. It offered modern amenities and a friendly atmosphere, which made my stay enjoyable.

Study at the Host University

The program provided a mix of virtual and face-to-face sessions. Topics covered included hydrogen as an energy carrier, biomass in eco-efficient cooking, offshore renewables, and zero emission buildings. Sessions were led by experts from various universities and industries, offering a comprehensive overview of current energy challenges and solutions.

Facilities were modern and included access to libraries, study rooms, and online resources. In addition to academic activities, there were organised social activities, such as guided tours of Valladolid.

Everyday Life and Leisure

Interaction with both local and international students was encouraged through group projects and social activities. This facilitated cultural exchange and professional networking. I made some amazing friends during the program, and we spent a lot of time together outside of classes. We explored the city of Valladolid, visited historical sites, and enjoyed local cuisine and drinks.

Our small group had two local friends who are studying at the University of Valladolid. They showed us the best of the town, introduced us to the best food spots and places, and helped us a lot with the language gap. Their companionship made our experience much richer and more enjoyable.

Valladolid is rich in cultural heritage. I visited historical sites like the Cathedral, the Church of San Pablo, and the National Sculpture Museum.

Additionally, I participated in the visit to the Vineyards Bodegas Menade, where we had such a great time learning about the wine production in ancient times vs today and had the opportunity to taste different wines. Valladolid has a vibrant nightlife which we enjoyed. We often went out with our Spanish friends for Tapas and drinks. Experiencing the local culture and making the most of our time there.

Conclusion

I highly recommend the SGroup BIP on Energy program to other students interested in sustainable energy. The program’s comprehensive curriculum, expert-led sessions, and the cultural richness of Valladolid made it a highly enriching experience.

What I liked most was the diverse range of topics covered and the opportunity to learn from leading experts in the field. The friendships I made and the experiences we shared added immense value to my time abroad.

„SMART Skills for Entrepreneurial Mindset“ – Blended Intensive Programme (BIP) in Targu Mures, Romania

Programme Details

  • UMFST University, Romania
  • BIP Boost your Entrepreneurship skills in Transylvania (BEST)
  • Summer semester 2024
  • Business Administration, MA International Management
  • Manya Madan, manyamadan77@gmail.com

Preparation

The International office helped throughout the entire application process. The BIP was posted on the university dashboard and the whole procedure from applying till coming back was very easy and convenient.

Accommodation

Accommodation was provided by the host university itself in their university premises. It was a great accommodation with 5-star hotel facilities. Every meal was also provided by the organisers according to the students’ preferences.

Study at the Host University

I loved the the whole programme. Besides providing us with stay and meals, they also helped us guide through the beautiful city of Targu Mures.

We had workshops with the founders of local startups from Targu Mures and came up with ways to improvise their startups and came up with innovations in respect to their products. We were given practical sessions on the production process of the products as well.

Everyday Life and Leisure

In our leisure times, we explored the city with local students and teachers from the university. We visited zoos, museums and we partied as well.

Conclusion

I would highly recommend this programme to other students. It is a one time opportunity to learn, explore and celebrate. I loved the vibe of the whole programme. It was learning while having fun. Unforgettable experience. Must try!

Download Manya Madan’s field report