„Am Ende der Reise war es allerdings die Kultur und die kennengelernten Menschen, die es am meisten weh tat zurückzulassen“- Auslandssemster in Japan

Vorbereitung

Nachdem man einige Dokumente ausfüllen und abgeben musste und das Bangen ein Ende hatte, wurde mir endlich ein Platz an der Chiba University zuteil. Die Fächerwahl und Anrechnung mussten im Vorhinein abgeklärt werden. Außerdem beschäftigte man sich dann doch etwas intensiver mit der japanischen Kultur. Da ich aber generell großes Interesse an Japan habe, gab es da nicht zu viel Neues und da mir bereits bewusst war, dass in Japan nicht zu viel Englisch gesprochen wird, begann ich bereits ein Jahr im Vorhinein Japanisch zu lernen – teils im Selbststudium, teils mit privater Lehrerin.

Unterkunft
Im Vorhinein fand ich bereits ein Video auf YouTube, in welchem das Zimmer des internationalen Studenten-Wohnheims gezeigt wurde. Trotzdem war zuerst einmal der Schockmoment vorhanden, als man das erste Mal im Zimmer stand und realisierte, wie klein und alt es ist im Verhältnis zum deutschen Standard. Ansonsten war es einfach toll, dass quasi alle internationalen Freunde gleich neben einem wohnten. So traf man sich oft mal bei den alltäglichen Dingen oder verabredete sich auf ein Abendessen oder
andere Ausflüge.


Studium an der Gasthochschule
Viele Kurse in Englisch gibt es jedoch nicht, deshalb belegte ich einfach alle. Was sich am Ende auch für sinnvoll herausstellte. Das Arbeitspensum war machbar und trotzdem konnte man Japan noch genießen. Zudem werden einige japanisch Sprachkurse angeboten.

Ich hatte ich direkt zu Anfang meines Semesters das Glück Kontakt zum Handballclub zu erhalten, welchen ich dann regelmäßig besuchte und mit den Spielern trainierte. Dadurch fand ich auch Anschluss zu neuen Freundeskreisen, welche nichts mit meinem Architekturstudium zu tun hatten. Außer Handball gibt es außerdem sämtliche andere Sportclubs und Aktivitäten, welche von der Universität angeboten werden.

Alltag und Freizeit
Da Japan ein sehr anonymes Land ist, zumindest in Tokyo, war es nicht ganz
einfach Leute außerhalb der Uni kennenzulernen. Leider muss man generell aber die Englisch-Sprachkenntnisse der Japaner bemängeln. Meine gelerntes Japanisch war noch nicht genug, um vollständige Konversationen zu führen oder jeden Sachverhalt zu klären. Die Englisch-Kenntnisse der meisten Japaner war aber auch nicht sonderlich besser. Daher beschränkten sich die meisten tiefergehenden Bekanntschaften auch auf
Kommilitonen, die der englischen Sprache mächtig waren. Generell muss man aber sagen, dass die Japaner ein unfassbar freundliches Volk sind und, egal wie groß die Sprachbarrieren waren, man immer tolle und freundliche Bekanntschaften machte.

Außerhalb von diesen ganzen Tätigkeiten versuchte ich möglichst viel von Japan zu sehen und zu bereisen. Deswegen versuchte ich jede Gegebenheit wie Feiertage oderausfallende Kurse zu nutzen, um mich sofort auf die Reise zu begeben. Dabei konnte ich Städte wie Kyoto, Osaka, Fukuoka, Hiroshima und vieles mehr erleben
und sehen Am Ende unternahmen wir noch zum krönenden Abschluss einen Roadtrip in den Norden der Hauptinsel Japans. Über acht Tage fuhren wir dabei mit einem von Toyota geliehen Auto durch Dörfer und beeindruckende Landschaften.

Fazit
Die ganzen fünf Monate meines Japanaufenthalts sind leider unfassbar schwer in Worte zu fassen, weil man einfach so viel erlebt hat. So viele Eindrücke und Momente, die man verarbeiten muss. Japan ist dabei unfassbar facettenreich. Es gibt riesige moderne Städte wie Tokyo, aber auch unfassbar traditionelle Dörfer und Orte wie zum Beispiel Kakunodate. Dabei bietet Japan auch das volle Sortiment: beeindruckende Berglandschaften, tiefste Wälder mit Tümpeln und Seen oder Steinklippen und Strände am Meer. Am Ende der Reise war es allerdings die Kultur und die kennengelernten Menschen, die es am meisten weh tat zurückzulassen. In Japan sind Alle unfassbar respektvoll, freundlich, zuvorkommend und ruhig. Diese Mentalität wusste und weiß ich sehr zu schätzen.

 

Erfahrungsbericht_Fleger, Jonathan

„Ich würde das Auslandssemester zu 100% genau so wiederholen und jedem empfehlen. Am besten geht ihr im Sommer nach Schweden.“ Auslandssemester in Växjö

Studium an der Gasthochschule

Toller Campus mit viel Grünflächen und einem Schloss, sowie zwei Seen. Das Studentenleben auf dem Hochschulgelände ist sehr angenehm und abwechslungsreich. Neben Sportlichen Einrichtungen (Tennisplätze, Beachvolleyball usw.) gibt es sogar zwei Discotheken und eine Bar. „Slottstallarna“ war mein Lieblings Club, und die Bierpreise sind deutlich geringer als in der Stadt (trotzdem noch teuer).Durch Teilnahme an Organisationen und Vereinen gelingt eine gute Integration. Es gibt eine tolle große Bibliothek mit zahlreichen Arbeitsplätzen und gemütlichem Ambiente. Die Mensa ist völlig überteuert. Meldet euch bei den Organisationen an (kostenpflichtig) ESN, Linnekaren, Nations.

Unterkunft 

Ich wohnte in einem Wohnheim der Wohngesellschaft Stubor. Die Einzelappartements kosten ca. 450 EURO pro Monat. Ich empfehle, sich frühestmöglich um eine Unterkunft zu kümmern, um nicht zu viel bezahlen zu müssen. Wenn ihr aufgeschlossen und auf der Suche nach Partys seid empfehle ich, sich in e9iner Wohngemeinschaft zu bewerben wie zum Beispiel in den 8er WGs der Gebäude „Lyan 61/62“ oder „PG“. Hier werden sicher wieder die ein oder anderen Hauspartys steigen.

Alltag und Freizeit

Durch einige Sportveranstaltungen (Sport Saturday) sowie beim Feiern oder auf Hauspartys lernt man unheimlich schnell viele neue internationale Studenten kennen. Uns wurde schon zu Beginn des Semesters gesagt, dass die schwedischen Studenten ehr unter sich bleiben. Dies bestätigte sich auch. Trotzdem habe ich sehr viele gute Freundschaften mit Leuten aus aller Welt geschlossen. Nutzt unbedingt all die Möglichkeiten an den Seen um Växjö, es gibt Hunderte. An jeden findet man Barbecue Spots mit Feuerstelle und teilweise sogar gehacktem Holz, sowie Grillbesteck.

Fazit

Ich würde das Auslandssemester zu 100% genau so wiederholen und jedem empfehlen. Am besten geht ihr im Sommer nach Schweden. Im Winter sind die Tage kurz und grau, dafür die Partys ausgelassener.

 

Erfahrungsbericht

„Die Griechen sind sehr gastfreundlich und hilfsbereit. Athen ist bunt, laut, spontan, etwas verpeilt und vielseitig!“- Auslandssemester in Athen

Studium an der Gasthochschule

Anfangs hieß es, dass die Uni am 04.10. losginge, kurz vorher haben wir dann die Info bekommen, dass es um eine Woche verschoben wird und dann wurde es noch einmal um eine Woche nach hinten verlegt. Mit dieser Spontanität mussten wir erst einmal lernen umzugehen. Dann hatten wir ca. 4-mal Präsenz Unterricht und danach wurde (nur unser Department) auf Online umgestellt.

Es gab auch eine Mensa, in der konnte man sich dreimal täglich kostenlos Essen holen oder auch vor Ort Essen. Es gab außerdem ein „Restaurant“, welches in der Stadt war und zufällig auch nur 5 Gehminuten von unserer Wohnung entfernt war. Hier konnten man sich auch das Essen holen bzw. in der Kantine essen. Die Uni hatte zwei Standorte. Unser Department war im Standort „Campus 2“ in Egaleo. Das war ca. 40 Minuten mit den Öffis von unserer Wohnung entfernt. Für mich auch sehr neu, dass an den Wänden in der Uni selbst Graffitis und Flugblätter mit politischen Parolen waren, ab und zu sah man sogar Studenten im Inneren rauchen. Aber da bestätigt sich wohl das Sprichwort „andere Länder, andere Sitten“.

Unterkunft
Da wir auch noch nicht sicher wussten, ob es wieder ein Online-Semester wird, haben wir uns gedacht, es wäre besser, wenn wir in Stadtnähe sind und nicht in Uninähe. Sodass wir dann beschlossen haben, uns zu dritt eine Wohnung in Stadtnähe zu suchen. Am einfachsten war das über Airbnb. Unsere Wohnung war 3 Gehminuten von einer U-Bahnstation entfernt, ebenso gab es einen Supermarkt in der Nähe und einmal in der Woche gab es einen Obst- und Gemüsemarkt in unserer Straße.

Alltag und Freizeit

Die Kontaktmöglichkeiten innerhalb der Hochschule hielten sich leider etwas in Grenzen, da wir nach zwei Wochen schon auf Online-Unterricht umgestiegen sind. Es gab aber eine Telegram-Gruppe oder eine Whatts-App-Gruppe, in diese wurde immer wieder hineingeschrieben, ob jemand Lust auf Strand hatte o.ä. Hier konnte man sich dann einfach anschließen und so haben wir dann unsere Kontakte geknüpft. Ebenso wurde von unserer Uni ein Willkommens-Dinner veranstaltet, an dem wir ebenso neue Leute kennengelernt hatten und so wuchs dann schön langsam der Freundeskreis im Ausland.

Athen hat extrem vielseitige Freizeitangebote, man kann an den Strand, zum Wandern gehen, Museen besuchen, in Parks spazieren, historische und archäologische Bauten begutachten, Eislaufen, ins Kino, Shoppen, in Clubs und mit am tollsten waren die ganzen Bars und Restaurants mit dem super leckeren Essen. Aber mit am schönsten ist natürlich die Akropolis und der tolle Blick über die Stadt bis zum Meer, die Altstadt Plaka mit ihren süßen Restaurants, der Zentralmarkt mit Fleisch, Fisch und Gemüse und Obst, die Hafenstadt Piräus und der Strand.

Fazit

Ich war im Wintersemester, was den Vorteil hatte, dass es zwar bis Mitte Oktober noch so schön und warm war, dass man baden konnte, aber keine 40 Grad mehr hatte. Zudem war Nebensaison von den Touristen und man konnte erleben, wie die Griechen selbst in den Restaurants und in der Stadt waren. Ich habe viele tolle Orte gesehen, viele leckere Dinge gegessen, nette Leute kennengelernt und würde doch behaupten, dass ich gewisse Dinge jetzt mit anderen Augen sehe. Zusammenfassend würde ich wieder nach Athen gehen! Die Griechen sind sehr gastfreundlich und hilfsbereit. Athen ist bunt, laut, spontan, etwas verpeilt und vielseitig!

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„Die Eindrücke, die Ihr gewinnt, was Ihr alles erlebt und wie viele Menschen Ihr mit den unterschiedlichsten Hintergründen trefft ist einfach unglaublich“- Auslandssemester in Malaysia

 

Studium an der Gasthochschule

Für die internationalen Studierenden gibt es eine Welcoming Session bei der viel Allgemeines erklärt wird zu Dress Code, Ansprechpartner und was man beachten sollte. In den ersten zwei Wochen hat man Zeit seine Fächer des Learning Agreement zu tauschen bzw. andere Fächer zu belegen. Das International Office der UniKL steht bei Fragen gerne zur Seite, aber ist manchmal auch überfordert. Man kann aber auch einheimische Studierende höflich fragen, manchmal können die auch behilflich sein. Bei den Vorlesungen gilt meistens Anwesenheitspflicht und wird auch kontrolliert. Bei zu häufigem Fehlen wirkt sich das auf die Prüfung aus.

Unterkunft

Für die Wohnungssuche hat man mehrere Optionen: Makler, Mietportale, Hostels, etc.; hierbei wird man von der Uni nicht wirklich unterstützt, daher muss man sich selbst darum kümmern. Mir war die Nähe zur Uni wichtig um möglichst viel Zeit und Geld fürs Pendeln zu sparen. Meine Wohnung habe ich über einen Makler bekommen (gefunden auf iProperty.com). Das Gebäude ist ein Neubau (The Colony by Infinitum) liegt direkt gegenüber der UniKL (Business School) und vor allem der Rooftop Infinity Pool ist ein Highlight. Außerdem musste ich um zur Uni zu kommen nur den Aufzug nehmen (22. Stock) und dann die Straße überqueren, also sehr bequem. Miete war leider etwas hoch (2000RM) aber dafür echt tolle Lage und gut ausgestattet.

Alltag und Freizeit

In den Vorlesungen ist es relativ einfach Studierende vor Ort kennenzulernen. Die malaiischen Studierenden sind sehr offen und kontaktfreudig den Internationals gegenüber. Andererseits kann man auch über Sports-Clubs ( Volleyball, Basketball, etc.) neue Leute kennenlernen. Allgemein gilt: der neuen Kultur offen sein, besonders dem Islam und sich nicht von der deutschen Kultur und Denkweise einschränken lassen. Vor allem aber: Respektvoll sein! Man ist nur Gast im fremden Land und sollte Gewohnheiten anderer respektieren.
Meine Empfehlung ist Malaysia komplett zu bereisen. Es gibt so viel zu sehen und die Zeit ist schneller vorbei als man denkt. Penang würde ich definitiv empfehlen, hauptsächlich wegen des Essens aber auch der Kek-Lok-Si Tempel ist sehenswert. Ansonsten steht einem Südostasien offen, je nachdem was man sehen will.

Fazit
Mein Rat: Löst euch von der komfortablen Gesellschaft der anderen Deutschen. Ich hab viel Zeit verbracht mit dänischen und japanischen Studierenden und hatte die beste Zeit seit Langem.
Auf jeden Fall empfehle ich ein Auslandssemester zu machen, egal wo.

Studium im Ausland_Gagel

„Das Auslandssemester in Finnland war eine erlebnisreiche, wunderschöne Zeit!“ Auslandsstudium in Seinäjoki, Finnland

Studium an der Gasthochschule

Die Planung meines Auslandssemester startete relativ früh, indem ich mir einen Vortrag über „Studium im Ausland“ angesehen habe. Meine Wahl fiel direkt auf Finnland, da alle Kurse auf Englisch stattfinden und es ein breites Fächerangebot mit vielen Anrechnungsmöglichkeiten gibt. Gleich zu Beginn des Studiums findet ein Orientation Day statt, bei dem einem alles Wichtige erklärt wird. Die verschiedenen Vorlesungen bestehen hauptsächlich aus Gruppenarbeiten, Präsentationen und Assignments. Es gibt viele sogenannte „study boxes“ auf allen Stockwerken der Universität, welche für Arbeiten in Gruppen sehr gut geeignet sind. Zu Beginn des Semesters sollte man gleich in den ersten Tagen der Studentenorganisation SAMO (im SAMOOffice an der Uni) beitreten und eine SAMO Card beantragen. Mit dieser Karte gibt es viele Vergünstigungen, z. B. bei den Zugtickets. Im Keller der Uni gibt es ein Fitnessstudio und es wurden auch einige Kurse wie z.B. Zumba, Workouts, Floorball oder Fußball angeboten, an welchen die Studenten der SeamK kostenlos teilnehmen konnten.

Unterkunft

Fast alle Erasmus Studenten waren zusammen in kleinen Wohngemeinschaften untergebracht. Die Preise für die Zimmer variieren zwischen 280- 350€ in einer WG. Ich habe in einem 2er Appartement gewohnt, das bedeutet ich hatte mein eigenes Zimmer und habe mir die Küche und das Badezimmer mit einem Studenten aus Kosovo geteilt. Die Grundausstattung besteht aus einem Bett, einem Schreibtisch mit Stuhl, einem Regal und dem Kleiderschrank.

Alltag und Freizeit
Die Stadt Seinäjoki ist ungefähr so groß wie Rosenheim und deshalb auch gut zu erkunden. Es gibt viele Geschäfte, Kaffees und Restaurants. Innerhalb der Hochschule ist es einfach Kontakte mit Austauschstudenten zu knüpfen. Besonders zu empfehlen sind die Ausflüge, die von der Studentenorganisation SAMO organisiert werden. Wir waren ein Wochenende im Lappland, haben das Santa Claus Village besucht und die Zeit im tiefsten Winter genossen. Mit dem Zug (ca. 15 Minuten Fußweg zum Bahnhof) kommt man schnell und sehr günstig in fast alle Städte Finnlands. Ich war nur an wenigen Wochenenden in Seinäjoki, die restlichen Wochenenden und auch in der freien Woche im Oktober bin ich immer verreist. Ich war in: Vaasa, Turku, Tampere, Oulu, Lahti, Rovaniemi, Helsinki, Porvoo, Oslo, Stockholm und Talinn.

Fazit
Ich habe meine Entscheidung ein Auslandssemester zu machen zu keiner Zeit bereut. Das Auslandssemester in Finnland war eine erlebnisreiche, wunderschöne Zeit! Die Natur ist einfach atemberaubend und die Menschen dort sind sehr angenehm und hilfsbereit. Bereits nach kurzer Zeit habe ich mich dort sehr wohl gefühlt. Es war einfach eine wahnsinnig schöne Zeit und die Erlebnisse und Erfahrungen, die man sammelt, kann einem niemand mehr nehmen! Für mich und meine persönliche und sprachliche Weiterentwicklung war es in jeder Hinsicht perfekt! Man lernt Menschen aus verschiedensten Kulturen kennen und knüpft Freundschaften. Daher würde ich jedem das Auslandssemester an der SeAMK weiterempfehlen

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„Die unzähligen Erfahrungen und Kontakte, die ich machen konnte, sind unbezahlbar“- Auslandssemester in der Schweiz

Studium an der Gasthochschule

 

Da ich der erste Erasmusstudent der TH Rosenheim an der Supsi war, gestaltete sich die Kurswahl etc. etwas schwierig. Das Studium in der Schweiz war für mich wie eine andere Welt, nachdem ich bereits drei Semester wegen der Pandemie keinen Hörsaal mehr von innen gesehen hatte. Das Niveau der Lehrveranstaltungen war äußerst hoch. Für mich neu und ungewohnt war, dass bei jedem Projekt auch ein Tutor dabei war, der einem bei allen Fragen behilflich war. Jedem Student steht zudem ein Platz im Atelier zur Verfügung. Die Gruppengröße in den Lehrveranstaltungen waren immer angenehm (ca. 10-15 Personen). Der Campus wurde neu errichtet und verfügt über mehrere Lasercutter, etc. Empfehlen kann ich das Atelier (hier wird ein Projekt über das ganze Semester angeboten). Allgemein sind alle Kurse sehr herausfordernd und zeitintensiv (aber absolut lehrreich), deshalb würde ich mir nicht zu viel an ECTS vornehmen und keine schriftlichen Prüfungen schreiben;)

 

Unterkunft

Bei der Wohnungssuche konnte mir die Hochschule nicht behilflich sein, da sie keine eigene Unterkunft hat. Hilfreich waren hier die Facebookseiten der USI und die Internetseite tutti.ch. Darüber fand ich ein WG Zimmer in Mendrisio (der neue Campus befindet sich dort). Mendrisio ist eine kleine nette Ortschaft, die aber bis auf ein par Kneipen nicht sehr viel zu bieten hat. Vorteil ist hier aber die Nähe zu Italien (20min Como). Sollte man aber nicht zu viele Seminare besuchen könnte es aber auch Sinn machen in Lugano zu wohnen. Für die Unterkunft muss man mit 600CHF rechnen.

Alltag und Freizeit

Die lokale ESN Gruppe in Lugano organisierte verschiedene Willkommensveranstaltungen, wie z.B eine Bootstour am Luganersee und eine Kneipentour. Somit konnte man einfach Kontakte knüpfen zu Studenten aus der ganzen Welt. Fast jedes Wochenende boten sie auch eine gemeinsame Veranstaltung oder eine Wandertour. Dadurch konnte ich kostengünstig die Schweiz entdecken und neue Leute kennen lernen. Für Wanderer ist das Tessin ein wahres Paradies. Öfters machte ich auch einen Tagesausflug nach Mailand (1h mit dem Zug).

In der WG war ich mit zwei Architekturstudenten aus der französischsprachigen Schweiz, in der Wohnung hatten wir jede Menge zu lachen, Umgangssprache war hier Englisch, ein paar französische Wörter habe ich aber trotzdem mitgenommen.

Fazit

Das Semester im Ticino werde ich nie vergessen, es war für mich ein Erlebnis, auf das ich nie verzichten würde. Die unzähligen Erfahrungen und Kontakte, die ich machen konnte, sind unbezahlbar. Sowohl internationale wie auch mit Mitstudenten am Campus. Auch fachlich hat mir das Auslandssemester viele neue Inputs und Fähigkeiten gegeben. Gute Italienisch Kenntnisse sind an der Supsi von Vorteil, vor allem wenn man mit den lokalen Studenten in Kontakt kommen will (Englisch beherrschen nur wenige Studenten gut).

Ich empfehle jedem ein Auslandssemester zu machen.

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„Atemberaubend schöne Küstenlandschaften mit zahlreichen Wanderrouten und Ausflugszielen“- Auslandssemester in Santander, Spanien

 

 

Studium an der Gasthochschule
Das Studium an der Gasthochschule stellte sich zu Beginn etwas schwieriger als gedacht dar. Als das Semester dann begann wussten die Dozenten der von uns gewählten Kurse nicht, dass sie dieses Semester Erasmus Studenten bekommen. Dementsprechend waren die meisten Professor/innen überfordert. Da ich nur einen begrenzten spanischen Wortschatz habe , suchte ich mir im Vorhinein auf der mir zugesandten Kursliste nur Kurse aus, welche mit „English support“ angeboten wurden. Davon wussten die Professor/innen der jeweiligen Kurse aber leider auch nichts. Teilweise durften wir an Kursen nicht teilnehmen da die Professor/innen den Kurs nicht in Englisch halten wollten/konnten (Sprachbarriere) oder auch keine englische Unterstützung wie z.B. Arbeitsblätter zur Verfügung stellen wollten konnten . Im Endeffekt fanden wir dann zwei Professoren die „ausreichend“ Englisch sprechen konnten und haben unsere Kurse noch einmal neu gewählt . Der Unterricht wurde in beiden Fächern trotzdem auf spanisch gehalten, die Professoren beantworteten dann im Nachgang der Stunden unsere Fragen und erklärten uns die
Thematiken.

Unterkunft
Auf der Suche nach einer Unterkunft in Santander habe ich Unterstützung von der
Partnerhochschule erhalten. Ich habe ich mich dann für die Studentenunterkunft „Mi
Campus“ entschieden. Die Unterkunft befindet sich etwas abseits von der Innenstadt, wie auch die  Universität, ist jedoch sehr gut mit zahlreichen Buslinien angebunden. Der Weg zur Uni wie auch in die Innenstadt beträgt ca. 15 -20 min Fahrzeit . Santander ist aber auch gut fußläufig zu erschließen ( sehr hügelig). Die Unterkunft bietet Einzel –, Doppel –, Dreier und Viererzimmer an, hierbei gibt es eine Gemeinschaftsküche und jeder besitzt sein eigenes Zimmer mit Schreibtisch und eigenem Bad. Die Unterkunft ist nicht sehr günstig, dafür wird aber alle zwei Wochen das Zimmer gereinigt, es gibt ein kostenfreies Fitnessstudio und viele Aufenthalts und Lernräume.

 

Alltag und Freizeit
In der Einführungswoche der Partnerhochschule konnte man leicht in Kontakt mit
anderen internationalen Studenten treten. Zudem gibt es in Santander ein Erasmus
Studenten Netzwerk, welches viele Freizeitaktivitäten anbietet. Wenn man in Santander ein Auslandssemester plant sollte man, wenn möglich ein Auto besitzen, eines leihen oder Freunde mit einem Auto haben, da man somit viele Ausflüge zu den umliegenden Ortschaften, Stränden, Bergen usw. machen kann. Die Küstenlandschaft in Nordspanien ist atemberaubend schön und es gibt zahlreiche Wanderruten und Ausflugsorte, sodass es nie langweilig wird.

Fazit
Im Großen und Ganzen bin ich sehr froh, dass ich die Erfahrung eines
Auslandssemester machen konnte. Als Tipp würde ich jedoch geben das
Auslandssemester (jedenfalls in Santander) erst in einem höheren Semester (6.,7.) zu
absolvieren, um keine Probleme mit der Anrechnung wichtiger Fächer zu bekommen.
Die angebotenen Kurse diene eher zur Anrechnung als FWPMs.

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„Viele neue internationale Freundschaften“, Auslandssemester in Växjö, Schweden

 

Leider konnte ich nur Bachelor Kurse der Technik Fakultät belegen. Kurse aus anderen Bereichen, oder Masterstudiengängen wären auch sehr interessant gewesen, da die meisten Kurse sowieso nicht angerechnet werden können. Ich kann den Kurs „Sustainable innovation in the buildingsector“ für HAler empfehlen. Da die meiste Arbeit in Gruppen stattfindet ist die Bibliothek ein guter Ort, um zu lernen oder an Projekten zu arbeiten.

Um die Unterkunft lohnt es sich früh zu kümmern, da die Wohnungssuche nicht über die Universität, sondern privat verläuft. Es werden viele Vermietungsportale zur Verfügung gestellt. Auf dem Campus wohnen lohnt sich. Es normal ca. 420 Euro pro Monat für ein Einzel Apartment zu zahlen.

Es gibt ein gut ausgestattetes Fitnessstudio am Campus und jeden Samstag die Möglichkeit unterschiedliche Teamsports zu treiben, (Volleyball, Badminton, Floorball, …) Holt euch die Mitgliedschaft für ESN Växjö and Linnekaren um Reise und Partyangebote zu bekommen.

Am besten lässt sich Schweden mit dem Auto erkunden. Es gibt unglaublich viele Seen und schöne Natur. Schaut euch auf jeden Fall auch Stockholm und Lappland an, wenn ihr schonmal da seid.

Fazit

 

Am besten hat es mir gefallen, viele neue internationale Freundschaften zu schließen und Schweden zu erkunden.

Das Zusammenleben mit anderen Studenten auf dem Campus ist sehr cool. Es lohnt sich die vielen Seen und Grillmöglichkeiten zu nutzen. Zusätzlich war es auch sehr angenehm ein halbes Jahr dem Covid Wahnsinn zu entkommen.

Bringt Alkohol aus Deutschland mit. Lohnt sich finanziell.

Ich kann ein Auslandsemester für jeden empfehlen!

Maack, Daniel HA Studium Schweden

 

„Ich kann jedem ein Auslandssemester nur empfehlen“ – Auslandsstudium in Seinäjoki, Finnland

 

Die Partneruniversität

Da die Seinäjoki University eine Erasmus-Partnerhochschule ist, ist der Bewerbungs- und Einschreibeprozess sehr gut strukturiert. Zudem erhält man immer Unterstützung von der Gasthochschule. Die Belegung der Kurse erfolgt am Anfang des Semesters während der Willkommenstage anhand des zuvor ausgearbeiteten Learning Agreements. Die Seinäjoki University ist EDV-technisch sehr gut ausgestattet und die gesamte Hochschule bzw. der Campus ist sehr schön gestaltet. Es gibt genügend Orte für Gruppenarbeiten oder sich zum Lernen zurückzuziehen. Zudem sind auch die Mensen und Cafés ansprechend gestaltet.

Die meisten Unterkünfte liegen direkt auf dem Campus der Seinäjoki University und alle wichtigen Einrichtungen und Geschäfte sind fußläufig zu erreichen. Die Appartements sind meist gut ausgestattet und es gibt sowohl Einzelappartements als auch WGs (bis zu 4 Personen).

Meiner Meinung nach sollte man auf jeden Fall die zahlreichen Sportangebote, die von der Studentenvereinigung angeboten werden,  nutzen, da man hier außerhalb der Hochschule in entspanntem Rahmen viele neue Freundschaften knüpfen kann. Außerdem gibt es einmal pro Monat eine extra für Austauschstudierende organisierte Party in einem nahegelegenen Club. Aufgrund dessen, dass alles fußläufig zu erreichen ist und die meisten Studenten auf dem Campus oder in der Nähe wohnen, lassen sich leicht neue Kontakte knüpfen.

Fazit

Abschließend kann ich sagen, dass ich jedem ein Semester im Ausland nur empfehlen kann. Man lernt neue Freunde kennen, gewinnt einer Vielzahl neuer Eindrücke und Erinnerungen.  Bei einem Semester in Seinäjoki sind vor allem Ausflüge nach Lappland sowie nach Helsinki Pflicht, aber auch viele andere Orte sind eine Reise wert, wie zum Beispiel Tampere, Turku oder Oulu. Egal wofür oder für welches Land man sich für ein Auslandssemester entscheidet, gibt es meiner Meinung nach viel Neues zu entdecken. Ich hoffe, dass viele andere Studierende für auch für ein oder zwei Semester im Ausland entscheiden und würde es nicht missen wollen!

Outgoings_Studium_Erfahrungsbericht_Seinajoki_University

 

„Das Essen, die Landschaft & die Kultur – alles wunderschöne, sehenswerte und beeindruckende Dinge, die mein Auslandssemester zu einer unvergesslichen und lehrreichen Zeit gemacht haben. :) Geht nach Jordanien!“

Jordanien ist ein absolut wunderschönes und besonders vielseitiges Land. Natürlich ist das Leben hier nicht vergleichbar mit dem Leben in Deutschland. Man muss auf einige Gewohnheiten verzichten: Man kann beispielsweise in einem Land, in dem Wasserknappheit herrscht, keine Sanitären Standards aus Deutschland erwarten. Auch fehlende Parks innerhalb der Stadt oder schlechter öffentlicher Nahverkehr sind etwas gewöhnungsbedürftig. Die Winter in Amman sind sehr kalt, die Häuser nicht gedämmt. Heizmöglichkeiten gibt es, jedoch meist nur durch kleine Gasheizungen. Allerdings sind das alles Sachen, an die man sich schnell gewöhnt, man gute Alternativen findet oder es einfach als Herausforderung oder als Erfahrung sieht. Schlechte Erfahrungen habe ich keine gemacht. Man sollte sich auf jeden Fall über die hier herrschende Kultur und Religion informieren und diverse Dinge beachten, einerseits um unangenehmen Situationen aus dem Weg zu gehen und andererseits, um das Land und die Kultur zu respektieren. Aber wenn man sich für die Arabische Welt interessiert, aufmerksam die Menschen beobachtet und Lust hat, eine neue, wunderbare Kultur und Sprache kennenzulernen, ist Jordanien genau der richtige Ort dafür.

Die schönsten Orte: Petra/ Wadi Musa, Totes Meer, Rotes Meer, Wadi Rum, Wadi Mujib, Dana, Aqaba, Ajloun, Jerash, Umm-Quais, Madaba, As-Salt. Jeder neue Ort, den man sich ansieht, jedes Wadi (Tal) in das man wandert und vor allem die Wüste rauben einem jedes Mal wieder den Atem. Und überall ist es anders, wie eine andere Welt. Wenn man Zeit hat und sich für die Nachbarländer interessiert, kann ich den Libanon, Ägypten, Palästina und Israel empfehlen.

 

Das beste Essen:
Das Nationalgericht Mansaf (Reis mit einer Jogurt artiger Soße und Lammfleisch), Maqluba, Schawarma, Köfte, Kubeh, Tabouleh, Fattoush, Knafeh (süße Nachspeise mit Käse und Zuckerfäden) und vieles mehr. Die Küche in Jordanien ist sehr vielseitig und lecker. Auch jemenitische und libanesische Restaurants sind sehr lecker.

Der Campus in Madaba ist riesig, es gibt eine Mensa mit überwiegend arabischer Küche, Snacks und Getränken, eine Bibliothek und eine Sporthalle mit recht breit aufgestelltem Angebot an sportlichen Aktivitäten. Der Campus in Jabal Amman (SABE Campus – The School of Architecture and Built Environment) für Architektur, Design und Soziale Arbeit ist sehr viel kleiner aber dafür auch um einiges familiärer. Die Lage des Campus ist hervorragend, man ist in 5 min in Downtown, es gibt Wohnungsnagebote in der Nähe, es gibt Bars, Clubs, Restaurants, Second Hand Läden und einige andere Sachen zu kaufen. Der Campus ist sehr gut aufgestellt was 3D Print, Lasercutting oder Labore angeht. Die Klassenräume sind für maximal 25 Student*innen ausgelegt und die Kurse laufen eher interaktiv ab, allerdings mit sehr bequemen Sitzgelegenheiten. In meinem Fall hatte ich überwiegend Designkurse mit sehr kompetenten, freundlichen und hilfsbereiten Professor*innen. Die Kurse haben mir sehr viel Spaß gemacht und sind ein angenehmer Perspektivenwechsel zu den Aufgaben an der Heimatuniversität. Es ist sehr interessant zu sehen, wie die Student*innen und Professor*innen an Projekte herangehen und wie die Aufgaben letztendlich umgesetzt werden. Mir war es sehr wichtig die Sprache hier zu lernen, weshalb ich einen Arabischkurs belegt habe, den ich nur wärmstens empfehlen kann. Die Schrift zu lernen macht unglaublich viel Spaß und war auch gerade im Bereich Design ein abwechslungsreiches, internationales Hilfsmittel um Projekt zu erschaffen. Ein Kalligrafie Kurs hat mir außerdem geholfen schneller das Alphabet zu lernen und außerdem die Schönheit, Detailliertheit und Historie dieser Schrift zu verstehen und diese dadurch auch gezielt in Aufgaben und Projekten mit einzubinden.“

Das Leben in Amman ist eigentlich einfach und unkompliziert. Die Menschen sind überall immer sehr freundlich und hilfsbereit, man kann alles nachfragen und man bekommt immer Unterstützung und immer Tee 🙂

Download Erfahrungsbericht: Erfahrungsbericht_Jordanien_IAD_Studium